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Aktuelles / Presse
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Ereignisse
zum ökologischen Landbau in Bayern, über Veranstaltungen
sowie die aktuellen
Pressemitteilungen der LVÖ.
Internationale Grüne Woche Berlin 2012
Produktmeile präsentiert Bayerns Bio-Produktvielfalt auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. LVÖ prämiert „Bayerns beste Bioprodukte des Jahres 2012“
München/ Berlin 21.01.2012. Mit dem Startschuss zur Bayernhalle auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin 2012 präsentiert sich der Ökologische Landbau aus Bayern unter dem Motto „Bio-Genuss-Land“ mit 6 Mitausstellern und einer Produktmeile. Die über 100 Produkte der Produktmeile werden auf der IGW vorgestellt. Aus den eingesandten Produkten wurden insgesamt 11Produkte des Jahres 2012 ausgewählt. Die LVÖ prämierte Bayerns beste Bioprodukte des Jahres 2012 am Samstag, 21. Januar 2012. An die anwesende Preisträger wurde die Urkunden durch den LVÖ-Vorsitzenden Josef Wetzstein und den bayerischen Landwirschaftsminister Helmut Brunner überreicht.
Die Landesvereinigung für den Ökologischen Landbau in Bayern e.V. (LVÖ) ist im Jahr 2012 zum ersten Mal auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vertreten. Mit der bayerischen Lebenskultur ist Genuss verbunden und wird durch die in Bayern produzierten Bio-Lebensmittel herausragend repräsentiert. Damit die Besucher der Internationalen Grünen Woche sich einen Eindruck von der Vielfalt bayerischer Bioprodukte machen können, präsentiert die LVÖ die Produktmeile „Bayerns beste Bioprodukte“. Die Hersteller bieten bayerische Klassiker wie Käse, Brot, Wurst und Bier in Bio-Qualität, die Genuss und Nachhaltigkeit verbinden. Mit der Internationalen Grünen Woche in Berlin ruft die LVÖ auch erstmalig den Wettbewerb „Bayern beste Bioprodukte“ aus. Die LVÖ möchte dadurch besonders herausragende und innovative Produkte der Bio-Verarbeiter in Bayern vorstellen und auszeichnen.
Die Idee für den Wettbewerb entstand im Zusammenhang mit dem Start einer eigenen Bayernhalle auf der IGW 2012. Im Spätherbst rief die LVÖ zur Teilnahme am Wettbwerb auf und für den Auftakt zum Wettbewerb beteiligen sich nun erfreulicherweise elf Unternehmen mit über 100 Produkten. Der Wettbewerb wird erstmals auf der IGW 2012 vorgestellt und dient als Werbung für die Etablierung einer anerkannten Auszeichnung. In diesem Jahr wurden elf Produkte des Jahres, durch die teilnehmenden Unternehmen gemeinsam mit dem Biomarktspezialisten ecoinform ausgewählt.
Am Samstag den 21.Januar 2012 überreichten LVÖ-Vorsitzender Josef Wetzstein und der bayerische Landwirtschaftsminister Josef Brunner die Auszeichnungen an die anwesenden Teilnehmer. Für das Riedenburger Brauhaus und sein Emmerbier nahm Maria Krieger den Preis entgegen, die Münchner Hofpfisterei für seine Öko-Sonne wurde durch Nicole Stocker vertreten, die Andechser Molkerei Scheitz wurde für seinen Stevia-Joghurt ausgezeichnet, der durch Herrn Franz-Jürgen Lukowiak entgenommen wurde. Die Milchwerke Berchtesgadener Land empfing den Preis für ihren Knusperjoghurt, den die bayerische Milchprinzessin Julia Hofstetter entgegennahm.
Der dieses Jahr zum erstenmal ausgetragene Wettbewerb wird fortgesetzt und die besten Bioprodukte Bayerns sollen jährlich ermittelt werden. (In der folgendenTabelle finden Sie einen Überblick über alle Bio-Produkte des Jahres 2012 in Bayern)
Das sind die weiteren Produkte des Jahres 2012 im Wettbewerb „Bayerns beste Bioprodukte“: Ein Käse speziell für die Pfanne von der Molkerei Allgäu Milch Käse, der „Stevia-Joghurt“ von der Andechser Molkerei Scheitz – die Alternative zu Zucker und Zuckerersatz, der bayerischer Klassiker Weisswurst in Bioqualität von Altdorfer Biofleisch. Die Edelsalami, eine reine Rindersalami aus der Region von Chiemgauer Natur, die Bäckerei Hofpfisterei lässt mit ihrem Brot die „Öko-Sonne“ aufgehen. Die kleine, aber feine Landkäserei Herzog bringt uns die Alm mit ihrem Bergblütenkäse nach Berlin. Das schnelle Joghurt-Frühstück präsentiert uns die Molkerei Berchtesgadener Land mit Bio-Frucht & Knusper-Joghurt. Von Neumarkter Lammsbräu kommt ein alkoholfreies dunkles Weissbier, das mit vollem Geschmack überzeugt. Aus der alten Getreidesorte „Emmer“, die sowohl Brot- wie Biergetreide war, braut das Riedenburger Brauhaus das „Emmerbier“. Ein geschmackliches Erlebnis und ein Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Mit der „Stuzi-Molke“ einem Produkt aus reiner Stuten- und Ziegenmilch, bietet die St. Leonardquelle eine Alternative für alle, die mit Kuhmilchprodukten weniger klar kommen. Ein echtes Geschmackserlebnis.
In einer Sonderkategorie nimmt auch das Unternehmen Martina Gebhardt mit seinen Kosmetikprodukten an der Produktmeile „Bayerns beste Bioprodukte“ teil. Was auf der Weltleitmesse für Ökologische Produkte, der Biofach in Nürnberg, von Beginn an Hand in Hand ging - Bio-Lebensmittel und Naturkosmetik, - ist auf der IGW eher exotisch. Dass aber gerade auch bayerische Bio-Unternehmen im Naturkosmetik-Markt eine wichtige Rolle spielen, zeigt Martina Gebhardt. Mit ihrer „Handcreme“ präsentiert das Unternehmen ein Naturkosmetik-Produkt für Alle.
„Bayerns beste Bioprodukte“ des Jahres 2012:
Dank des guten Zuspruchs plant die LVÖ dem Wettbewerb auch langfristig fortzusetzen und er soll auch in den folgenden Jahren etabliert und ausgebaut werden. Mit dem Wettbewerb „Bayerns bestes Bioprodukt“ ist die Entwicklung einer anerkannten Auszeichnung geplant, bei dem die Produkte sowohl nach ihren sensorischen und optischen Qualitäten, der Produktinnovation und nach Nachhaltigkeitskriterien bewertet werden.


Von links: Der LVÖ-Vorsitzende Josef Wetzstein, Franz-Jürgen Lukowiak (Andechser), Maria Krieger (Riedenburger), Julia Hofstetter (Berchtesgadener Land), Nicole Stocker (Hofpfisterei), Minister Brunner und LVÖ-Geschäftsführer Harald Ullmer (v.l.)
(Durch Klick auf die Bilder - Motive in Druckqualität)
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Für Rückfragen und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Harald Ulmer
Geschäftsführer (LVÖ)
Mobil (Messekontakt IGW): 0172 987 117 7
Email: info@lvoe.de
Internet: www.lvoe.de
www.oekoland-bayern.de
www.bayerns-beste-bioprodukte.de
Reform der EU-Agrarpolitik ab 2014:
SCHÖN GEDACHT. GUT VERPACKT. SCHLECHT GEMACHT:
Finanzmittel werden mit der Gießkanne weiter pauschal über die Fläche verteilt!
Der „Greening-Deckmantel“ hüllt Monokulturen und Massentierhaltung ein!
Umwelt-, Klima- und Tierschutz dürfen dafür den Gürtel enger schnallen!
Die LVÖ hatte die Vorschläge der Europäischen Kommission zur Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) ab 2014 bereits nach der Veröffentlichung im Herbst 2011 stark kritisiert. Nach einer eingehenden Bewertung der Vorschläge fällt das Fazit nicht besser aus. Das vielgerühmte „Greening“ der Direktzahlungen der EU-Agrarpolitik ist nichts anderes als eine grüne Verpackung. Die vorgeschlagenen Maßnahmen sind stumpfe Waffen, die ohne eine deutliche Nachbesserung reine Kosmetik bleiben. Die wichtigen 2020-Ziele der EU, wie Umwelt-, Klima- und Tierschutz müssen dagegen den Gürtel enger schnallen. Der Topf mit den Mitteln für die ländliche Entwicklung in dem diese Ziele verankert sind bleibt klein, aber es werden viele neue Gäste an den Tisch gebeten. Der Verteilungskampf kann beginnen.
München/ Scharlhof, 13. Januar 2012. Auf dem Ökobetrieb Scharlhof, des LVÖ-Vorstands Arthur Stein, stellte heute die Arbeitsgruppe Agrarförderung in der LVÖ ihre Bewertungen und Positionen zur Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) ab 2014 vor. Mit dem Fazit: Schön gedacht. Gut verpackt. Schlecht gemacht, fasste die Gruppe ihre Bewertung der vorliegen Reformvorschläge für 2014 zusammen. „Damit sich für uns Biobauern und die Weiterentwicklung des Ökologischen Landbaus und damit einer nachhaltigen Landwirtschaft etwas tut, muß bei den Reformvorschläge noch grundsätzlich und umfassend nachgebessert werden,“ betont Arthur Stein bei der Begrüßung auf seinem Betrieb.
Auch bei den gegenwärtigen Reformbemühungen zur GAP ab 2014 schält sich das heraus, was auch die letzten Reformperioden gekennzeichnet hat: Je mehr sich die Reform-vorschläge konkretisieren, desto weniger bleibt von den großen Erwartungen an eine ökologische Reform der EU-Agrarpolitik übrig.
„Mit der Gießkanne werden weiterhin 80% der Finanzmittel pauschal über die Fläche verteilt“, kritisiert LVÖ-Vorsitzender Josef Wetzstein die vorliegenden Reformvorschläge. „Die Steuerungswirkung der EU-Agrarpolitik bleibt so gleich null“, so Wetzstein weiter,“und der ´Greening-Deckmantel´schützt unseren Blick vor den Raps- und Maismonokulturen.“ Während also von der vieldiskutierten Bindung der Direktzahlungen an ökologische Komponenten (Greening) wenig zu erwarten ist, zeichnen sich bei den bisherigen Umweltprogrammen, die im Bereich der Ländlichen Entwicklung (Zweite Säule) verankert sind, harte Einschnitte ab. Die EU hat entlang ihrer 2020 -Ziele neue Aufgaben ins Programm genommen. Neben Schutz und Erhalt der öffentlichen Güter sollen Beschäftigungschancen im ländlichen Raum verbessert, Ressourceneffizienz gesteigert, Sicherungssysteme für Risiken in der landwirtschaftlichen Produktion verankert werden und Transparenz und Wertschöpfung in der Lebensmittelkette verbessert werden.
„Einige dieser Ziele sind sehr wichtig für die Entwicklung der Landwirtschaft und des ländlichen Raums,“ erklärt Josef Wetzstein, „doch diese Überfrachtung des Topfs für ländliche Entwicklung, wird zu enormen Verteilungskämpfen bei den sehr begrenzten Mitteln führen.“ Mit der Deckelung der Finanzmittel auf dem gegenwärtigen Niveau bis 2020 und der Fortführung des Gießkannenprinzips bei der Verteilung dieser, werden die eingeschlagenen Pfade mit ihren extrem negativen Auswirkungen für Menschen, Tiere und Umwelt zementiert.
„Nur wenn wir die konsequente Umsetzung des Prinzips Leistung für Gegenleistung für die Europäische Agrarpolitik anwenden, kommen wir zu einer gerechten Verteilung der Mittel und erreichen die selbstgesteckten Ziele,“ erläutert Josef Wetzstein, „dies erfordert ein kompromisslose Bindung aller Finanzmittel der EU an die 2020-Ziele der Europäischen Union wie Klima-, Umwelt- und Tierschutz, Erhalt der Biodiversität oder den Erhalt eines intakten ländlichen Raums“.
Die Diskussionen und Vorschläge zur Reform der GAP ab 2014 sind weit fortgeschritten.
„Die LVÖ fordert die Chancen für eine grundlegende Reform noch zu nutzen,“ mahnt Josef Wetzstein, „auch die vorliegenden Vorschläge bieten noch Potenzial zur Umsteuerung.“
Erreicht werden kann dies aus Sicht der LVÖ durch:
- Konsequente Orientierung der Zahlungen an dem Prinzip „Leistung für Gegenleistung“. Bindung aller Finanzmittel der GAP an die 2020-Ziele wie Klima-, Umwelt- und Tierschutz etc.
- Eine Verdopplung der EU-Mittel für die 2.Säule (also mindestens 30 % aus der 1. Säule ), um grundsätzlich die Chance zu eröffnen, die Ziele in der 2. Säule zu erreichen
- Ein weitere Möglichkeit bietet die Festlegung Deutschlands, nach Art. 14 „Flexibilität zwischen den Säulen“ einen Anteil von 10 % der Finanzmittel in die 2. Säule zu transferieren
Darüber hinaus bietet der Ökologische Landbau dem Europäischen Agrarmodell ein etabliertes, erprobtes und die Ziele vereinigendes Modell an, dass sich als Leitbild für die Weiterentwicklung der Landwirtschaft in Europa anbietet. „In Europa, Deutschland und in Bayern fehlt nach wie vor der politische Mut, sich für eine konsequente und dynamische Weiterentwicklung des Ökologischen Landbaus einzusetzen,“ resümiert Josef Wetzstein, „dabei drängt sich angesichts der vielfach beschrieben Herausforderungen der Ökologische Landbau geradezu zur Umsetzung eines Europäischen Agrarmodells auf.“
Für die LVÖ sind dabei folgende Forderungen eine grundsätzliche Vorraussetzung für die Durchsetzung eines Europäischen Agrarmodells:
- Die LVÖ fordert die Anerkennung des ökologischen Landbaus als Leitbild für die Umsetzung eines Europäischen Agrarmodells.
- Zur schnellen Erreichung der Ziele eines Europäischen Agrarmodells fordert die LVÖ eine Steigerung des Anteils des ökologischen Landbaus auf 20 % bis 2020 in Deutschland und Bayern.
Dies empfiehlt auch der Deutsche Nachhaltigkeitsrat.
- Für die Gesamtleistungen des ökologischen Landbaus und damit der optimalen Zielumsetzung der Europäischen Agrarpolitik müssen dafür auch die höchsten Honorierungen gewährt werden.
„Wenn die Agrarlobby und damit die wesentlichen Gestalter der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik nicht endlich verstehen, dass eine akzeptierte Agrarpolitik nicht gegen sondern für die gesellschaftlichen Wünsche umgesetzt werden muß, werden wir für die Landwirtschaft nicht nur Kürzungen hinnehmen müssen, sondern alles verlieren,“ schließt Josef Wetzstein.
Die LVÖ setzt ihren Kampf für eine ökologische und nachhaltige Gestaltung der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik im Jahr 2012 fort.
Die in der Arbeitsgruppe Agrarförderung der LVÖ aktiven Ökolandwirte werden die agrarpolitischen Positionen weitertragen. Dazu werden im Laufe des Jahres 2012 weitere Veranstaltungen auf den Betrieben des Ökologischen Landbaus stattfinden, bei denen die LVÖ-Vorstellungen zur Agrarpolitik an die Öffentlichkeit herangetragen werden.
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LVÖ - Arbeitsgruppe Agrarpolitik bei Vorstellung des Positionspapieres zur GAP

Kommissionsvorschläge zur zukünftigen Europäischen Agrarpolitik enttäuschen:
Aus dem angekündigten „Greening“ der Europäischen Agrarpolitik ist ein „Greenwashing“ geworden. Die Chancen für eine ökologische Reform der GAP werden bisher nicht genutzt.
Die von der Europäischen Kommission vorgelegten Legislativvorschläge zur Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) für die Periode von 2014 bis 2020 bleiben weit hinter den Erwartungen für ein Europäisches Agrarmodell, das sich an einer ökologischen und vielfältigen Landwirtschaft orientiert, zurück. Statt einer angekündigten Reform sind nur noch Korrekturen der bisherigen Agrarpolitik übrig geblieben.
München, 12.Oktober 2010 Das in den letzten Wochen vielfach angekündigte und heiß debattierte sogenannte „Greening“ der Europäischen Agrarpolitik gleicht dem „Greenwashing“, das viele Unternehmen betreiben, seit Nachhaltigkeit und Klimaschutz zum gesellschaftlichen Modethema geworden sind. Rund 70 % der Finanzmittel sollen weiter pauschal nach Anzahl der Hektar an die Betriebe verteilt werden. Eine Bindung dieser Mittel an die Ziele der Europäischen Union wie Klima-, Umwelt-, Wasser-, Tierschutz, Erhalt der Biodiversität oder Ressourceneffizienz ist nicht vorgesehen. Den Schaden tragen Mensch und Umwelt. „Die Vorschläge gleichen daher einer Autobahnfahrt mit Vollgas und Abgasfilter“, skizziert LVÖ-Vorsitzender Josef Wetzstein die Kommissionsvorschläge zur GAP,“statt die Struktur zu ändern und die selbstgesetzten Ziele klar zu verfolgen, werden Strukturwandel und Intensivierung der Landwirtschaft fortgesetzt und mit einem grünen Anstrich versehen.“ Auch die gerechtere Verteilung der Mittel wird durch die vorgeschlagene Degression der Zahlungen in Verbindung mit der Arbeitsplatzkomponente nicht erreicht. „Nur wenn wir die konsequente Umsetzung des Prinzips Leistung für Gegenleistung für die Europäische Agrarpolitik anwenden, kommen wir zu einer gerechten Verteilung der Mittel und erreichen die selbstgesteckten Ziele,“ erläutert Josef Wetzstein, „dafür müssten die Zahlungen konsequent an die Ziele wie Klima-, Umwelt-, Tierschutz usw. gebunden werden.“
Die selbstgesteckten Ziele der EU sollen wie bisher in der Zweiten Säule angegangen werden; hier sind aber nur rund ein Fünftel der Gesamtmittel vorgesehen. Neben Schutz und Erhalt der öffentlichen Güter sollen Beschäftigungschancen im ländlichen Raum verbessert, Ressourceneffizienz gesteigert und Transparenz und Wertschöpfung in der Lebensmittelkette verbessert werden. Weitere Themen sind Bildung, Forschung, Sicherungssysteme, Wettbewerbsfähigkeit und Ausgleich für naturbedingte Bewirtschaftungsnachteile. „Diese Überfrachtung der Zweiten Säule wird zu enormen Verteilungskämpfen bei den sehr begrenzten Mitteln führen,“ erklärt Josef Wetzstein. „Während ein Großteil der Mittel mit der Gießkanne verteilt wird, fehlen sie für die wirklich wichtigen Aufgaben.“
Das Europäische Agrarmodell zielt gleichermaßen auf die Produktion von Lebensmitteln und den Schutz von öffentlichen Gütern ab. Die Verbindung dieser beiden Hauptziele wird in idealer Weise durch den ökologischen Landbau erfüllt, „daher muss er zum Leitmotiv für die EU-Agrarförderung werden,“ verlangt Josef Wetzstein.
Ein weiteres, wichtiges Ziel ist die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. Diese kann in der künftigen Agrarpolitik nur erreicht werden, wenn die Investitionsförderung so ausgestattet wird, dass die Anforderungen an eine artgerechte Tierhaltung, wie sie z. B. in den Verordnungen für den ökologischen Landbau definiert sind, die Grundlage für jedwede Förderung sind.
Beim wichtigen Thema der Ausgleichszulage, die den Betrieben einen Ausgleich für naturbedingte Bewirtschaftungsnachteile gewährt, sollen die Kulissen neu definiert werden. Dadurch werden auch einige der bisherigen Gebiete mit Bewirtschaftungsnachteile nicht mehr als solche gewertet. Hier setzt die LVÖ darauf, dass die Orientierung an biophysikalischen Kriterien nicht zum bürokratischen Vermessungswettlauf wird und schwerschwiegende Verteilungskämpfe aufkommen: „Es wird für einen Betrieb schwer nachzuvollziehen sein, weshalb er seit 2 Jahrzehnten Bewirtschaftungsnachteile hat und jetzt auf einmal nicht mehr,“ erläutert Josef Wetzstein.
Mit den vorliegen Vorschlägen werden nach Einschätzung der LVÖ die selbstgesteckten Ziele der EU nicht erreicht. Noch besteht jedoch die Chance, Kritik und Anregungen zu berücksichtigen und damit die Tür in Richtung einer Reform aufzustoßen. Dafür muss von der Europäischen Kommission aber noch erheblich nachgearbeitet werden.
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Bayerische Öko-Erlebnistage begleiten den schönen September mit buntem Programm zum Mitmachen und Genießen
Mit sommerlichen Temperaturen und bei strahlendem Sonnenschein gingen am vergangenen Wochenende die Bayerischen Öko-Erlebnistage zu Ende. Dieses Jahr besuchten rund 330 000 Besucher in ganz Bayern die rund 200 Veranstaltungen. Die Landesvereinigung für den Ökologischen Landbau in Bayern (LVÖ) und ihre Mitgliedsverbände Bioland, Naturland, Biokreis und Demeter zeigten sich mit dem Verlauf der diesjährigen Öko-Erlebnistage sehr zufrieden.
München, 4. Oktober 2011 Die Bayerischen Öko-Erlebnistage sind nun schon seit 11 Jahren eine feste Größe im bayerischen Veranstaltungskalender. Jedes Jahr öffnen im September Höfe, Verarbeiter, Händler und Gastronomen der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft ihre Türen und laden zu Ökomärkten, Hoffesten, Tagen der
offenen Tür, zur kulinarischen Biowoche, Kräuter- und Naturwanderungen, Kinderfesten, Selbsterntetagen und Informationsveranstaltungen ein. Dem diesjährigen Motto „Seien Sie unser Gast“ folgten dieses Jahr rund 330 000 Besucher auf rund 200 Veranstaltungen. Damit waren die Veranstaltungen der Öko-Erlebnistage auch dieses Jahr wieder ein Publikumsmagnet. „Die Veranstaltungen unserer Betriebe bieten das, was viele Verbraucherinnen und Verbraucher suchen: direkten Kontakt zu den Menschen, von denen ihre Lebensmittel stammen,“ kommentiert LVÖ-Geschäftsführer Harald Ulmer und weiter: „Durch erlebbare Landwirtschaft und das Mitmachen bei der Verarbeitung von Lebensmitteln kommen Kinder und Erwachsene den Lebensgrundlagen näher. Diese Transparenz und Offenheit zeichnet unsere Betriebe aus.“ Davon können die Verbraucherinnen und Verbraucher in Bayern aber während des ganzen Jahres profitieren. Mit über 1100 Direktvermarktern bietet der ökologische Landbau in Bayern in jeder Region während des ganzen Jahres die Möglichkeit, sich direkt bei den Erzeugern oder auf Wochenmärkten mit Biolebensmitteln zu versorgen. „Regionalität begreifen wir daher auch weniger als räumlichen Bezug denn als gelebte Beziehung,“ erläutert Harald Ulmer. Herausgehoben werden muss das Engagement der Veranstalter, von dem die Qualität der Veranstaltungen der Öko-Erlebnistage lebt. „Die Organisation der Veranstaltungen erfordert einen erheblichen Aufwand an finanziellen Mitteln und Arbeitszeit,“ betont Harald Ulmer, „für dieses Engagement bedanken wir uns bei allen Veranstaltern der Öko-Erlebnistage.“
Doch auch bei Naturkostläden und in Bio-Supermärkten stehen Bioprodukte, die in Bayern beheimatet sind, hoch im Kurs. Diesem Anspruch will die Bio-Branche in Bayern gerne nachkommen und sucht deswegen neue Betriebe, die auf ökologischen Landbau umstellen. „In den letzten 10 Jahren hat sich der Biomarkt schneller und dynamischer entwickelt als die Umstellung der landwirtschaftlichen Betriebe auf ökologischen Landbau,“ erläutert der LVÖ–Vorsitzende Josef Wetzstein, “wir haben noch während der Öko-Erlebnistage erreicht, dass Staatsminister Helmut Brunner die Umstellungsförderung auf ökologischen Landbau in den Jahren 2012 und 2013 fortsetzt. Doch es braucht weitere und größere Anstrengungen, um das strukturelle Defizit zu beheben.“ Besonders die Umstellungszeit auf ökologischen Landbau stellt die landwirtschaftlichen Betriebe vor die größten Herausforderungen. In der Umstellungsphase sind meist Investitionen nötig, die ökologische Wirtschaftsweise muss praktisch umgesetzt werden und die Produkte können in der Umstellungsphase noch nicht ökologisch vermarktet werden. „Die Betriebe brauchen intensive Beratung, Bildungsangebote und Hilfe bei den Investitionen, um diese Phase erfolgreich zu meistern,“ erklärt Josef Wetzstein, “für die Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus fordern wir von der bayerischen Politik daher einen Aktionsplan, dann können wir die Wünsche der bayerischen Verbraucherinnen und Verbraucher noch besser erfüllen.“
Die Bayerischen Öko-Erlebnistage werden von der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern (LVÖ) organisiert und durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten unterstützt. „Ich bedanke mich, auch im Namen des LVÖ-Vorstands, bei Staatsminister Helmut Brunner für die Unterstützung der Öko-Erlebnistage und freue mich auf die Fortsetzung im Jahr 2012,“ betont Josef Wetzstein, “denn sie sind auch ein Zeichen für die nachhaltige und erfolgreiche Wirkung einer guten Maßnahme für den ökologischen Landbau in Bayern.“
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Bayern setzt Umstellungsförderung auf Ökologischen Landbau auch in den Jahren 2012/2013 fort.
Die Landesvereinigung für den Ökologischen Landbau (LVÖ) begrüßt die Zusage des bayerischen Landwirtschaftsministers Helmut Brunner, die Umstellungsförderung auf Ökologischen Landbau auch in den Jahren 2012/2013 anzubieten. Die LVÖ und die Mitgliedsorganisationen Bioland, Naturland, Biokreis und Demeter sind erleichtert über die nun bestehende Planungssicherheit für die Umstellungsbetriebe. Unterstützt wird die Entscheidung auch vom Bayerischen Bauernverband.
München 23. September 2011. Am Rande der Einweihung der neuen Gewächshäuser am Öko-Gemüsebau Versuchsstandort Bamberg, der Landesanstalt für Wein- und Gartenbau, gab der Bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner seine Zustimmung für die Fortsetzung der Umstellungsförderung auf Ökologischen Landbau in den Jahr 2012/2013. „Wir begrüßen die Entscheidung des bayerischen Landwirtschaftsministers,“ kommentiert ein erleichterter LVÖ-Vorsitzender Josef Wetzstein, „denn nun besteht für die Betriebe die sich in Bayern für eine Umstellung auf Ökologischen Landbau entschieden haben Planungs-sicherheit.“ Die LVÖ hatte in den letzten Monaten immer wieder darauf hingewiesen, dass eine Fortsetzung der Umstellungsförderung eine Weichenstellung für die weitere Entwicklung des Ökologischen Landbaus in Bayern darstellt. Zuletzt hatten die Daten aus den beiden ersten Quartalen des Jahres 2011, bereits auf einen drastischen Einbruch bei den Umstellungszahlen in Bayern hingewiesen. Gleichzeitig ist jedoch die Steigerung der Nachfrage nach Biolebensmitteln ungebrochen. „Mit der Entscheidung wird auch die besondere Situation der Betriebe die eine Umstellung auf Ökolgischen Landbau oft
schon seit Jahren geplant haben berücksichtigt,“ erklärt Josef Wetzstein, „denn die komplette Umstellung der Produktion und der neuen Vermarktungswege müssen bewältigt werden.“ „Wir bedanken uns bei Staatsminister Helmut Brunner für seine wegweisende Entscheidung und freuen uns, dass BBV-Präsident Gerd Sonnleitner unsere Auffassung teilt und unterstützt,“ schließt Josef Wetzstein.
Die Umstellungsbetriebe in Bayern können sich nun voll auf die vor ihnen liegenden praktischen Herausforderungen konzentrieren, bei der sie durch die Beratung der Verbände von Bioland, Naturland, Biokreis und Demeter unterstützt werden.
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Bei Fragen zum ökologischen Landbau wenden
Sie sich an:
Harald Ulmer
- Geschäftsführer -
Landesvereinigung für den
ökologischen Landbau in Bayern e.V. (LVÖ)
Emil-Riedel-Str. 18
80538 München
Tel. 089/210 209 98
Fax 089/210 216 22
Email: info@lvoe.de
LVÖ – Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern e.V.:
Die LVÖ ist die Spitzenorganisation der bayerischen Anbauverbände Bioland, Naturland, Biokreis und Demeter und vertritt die Interessen von über 5000 nach den Kriterien des ökologischen Landbaus wirtschaftenden Bäuerinnen und Bauern.
Demonstrationsbetriebe Ökologischer
Landbau
Im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau
werden Informationsveranstaltungen auf ausgewählten
Öko- Erzeugerbetrieben gefördert. Unter dem folgenden Link finden Sie eine Liste
der bayerischen Demonstrationsbetriebe Ökologischer
Landbau sowie die aktuellen
Termine auf den Demonstrationsbetrieben.
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