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Bayern braucht mehr Bio

Ökolandbau in Bayern

In den vergangenen 22 Jahren ist die Zahl der landwirtschaftlichen Bio-Betriebe in Bayern um ein Vielfaches gewachsen. Von rund 800 Betrieben im Jahr 1989 ist die Anzahl der Bio-Betriebe im Jahr 2020 auf rund 11.000 gestiegen. Damit wirtschaften über zehn Prozent aller Höfe im Freistaat nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus. Zugleich erhöhte sich die ökologisch bewirtschaftete Anbaufläche in Bayern auf rund 380.000 Hektar. Damit werden aktuell rund zwölf Prozent der landwirtschaftlichen Flächen in Bayern ökologisch bewirtschaftet.

Rund zwei Drittel der bayerischen Bio-Betriebe sind in den vier Mitgliedsverbänden der LVÖ organisiert: Bioland, Naturland, Biokreis und Demeter. Sie wirtschaften damit nach den besonders hohen Standards der ökologischen Anbauverbände.

Bayern im bundesweiten Vergleich

Im bundesweiten Vergleich der absoluten Zahlen ist Bayern Bio-Spitzenreiter: 30 Prozent aller deutschen Bio-Betriebe wirtschaften im Freistaat und 22,5 Prozent der ökologisch bewirtschafteten Fläche liegen im größten Bundesland Bayern. Auch bei der Verarbeitung von Bio-Erzeugnissen ist Bayern spitze: Rund 4.000 Betriebe in Bayern stellen Bio-Lebensmittel her, so viele wie in keinem anderen Bundesland.

Relativ gesehen liegt Bayern im deutschen Bio-Durchschnitt. Bundesweit lag der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche 2020 bei 10,2 Prozent. Der Anteil der Bio-Betriebe an der Gesamtzahl der landwirtschaftlichen Betriebe liegt bundesweit bei über 13 Prozent.

Warum braucht Bayern mehr Bio?

Ökologischer Landbau schützt unsere Böden und Gewässer, unser Klima und die Artenvielfalt. Jeder weitere ökologisch bewirtschaftete Hektar trägt dazu bei, die Erzeugung unserer Nahrungsmittel enkeltauglich zu gestalten. Das erfolgreiche Volksbegehren zum Erhalt der Artenvielfalt 2019 hat gezeigt: Die Menschen in Bayern wollen, dass die Landwirtschaft in ihrer eigenen Umgebung bzw. in der eigenen Region ökologisch betrieben wird.

Die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln steigt seit Jahren kontinuierlich an. Diese Entwicklung wird sich künftig noch beschleunigen, wenn die jetzt jungen Menschen, denen Umwelt- und Klimaschutz sehr wichtig ist, selbst ihre Lebensmittel einkaufen. Im ökologischen Landbau gehen Ökologie und Ökonomie Hand in Hand. Für die bäuerlichen Betriebe in Bayern bedeutet Bio eine echte Zukunftsperspektive.

Von Bio in Bayern profitieren letztlich alle: Besonders der Aufbau von bio-regionalen Wertschöpfungsketten stärkt die Resilienz vor Ort, sorgt für Ernährungssouveränität und erhält die Lebensgrundlagen der kommenden Generationen.

Darum braucht Bayern mehr Bio!

Bayern für Bio

Seit 2019 steht es im bayerischen Naturschutzgesetz: Bis zum Jahr 2030 sollen 30 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche in Bayern ökologisch bewirtschaftet werden. Um dieses Ziel zu erreichen setzt die bayerische Landesregierung die als „BioRegio Bayern 2020“ gestartete Initiative seit 2019 als „BioRegio Bayern 2030“ fort.

Die LVÖ und die gesamte bayerische Bio-Branche setzen sich mit voller Kraft dafür ein, die Landwirtschaft in Bayern durch den ökologischen Landbau nachhaltig zu gestalten!