Bio-Wasseruhr: Ökolandbau sorgt für reines Grundwasser
Die dramatische Trockenheit in Deutschland hält an: Nach dem extremen Dürrejahr 2025 mit Negativ-Rekordwerten im Frühling setzt sich die Niederschlagsarmut im Jahr 2026 bisher nahtlos fort. In dieser akuten Wasserkrise liefert die ökologische Landwirtschaft einen entscheidenden Beitrag zur Rettung unserer heimischen Trinkwasserreserven. Wie die neuesten Daten der digitalen Bio-Wasseruhr der Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser e.V. belegen, wurden im vergangenen Jahr trotz der massiven Dürre auf deutschen Ökoflächen über 2,7 Milliarden Kubikmeter Wasser geschützt und sauber in die Grundwasserspeicher geleitet.
Ökolandbau: Lebensversicherung für sauberes Trinkwasser
Frank Stieldorf, Geschäftsführer des Bioverbands Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser: „Die Daten der Bio-Wasseruhr zeigen ganz unmissverständlich: Gerade in Zeiten extremer, aufeinanderfolgender Dürrejahre wie 2025 und 2026 ist der Ökolandbau unsere wichtigste Lebensversicherung für sauberes Trinkwasser. Unsere Bio-Böden wirken wie ein hochfunktionstüchtiger Schwamm. Sie nehmen den spärlichen Regen optimal auf und lassen ihn unbelastet von Ackergiften versickern. Wer das Grundwasser von morgen sichern will, muss den Ökolandbau jetzt konsequent und flächendeckend fördern. Jeder Cent, der hier investiert wird, spart der Allgemeinheit ein Vielfaches an späteren Reparaturkosten und entlastet schon heute die Privathaushalte wirkungsvoll über die Wasserrechnung.“
Ohne Gift: Doppelter Wasserschutz durch Ökolandwirtschaft
Bio-Betriebe verzichten bei der Bewirtschaftung ihrer Flächen konsequent auf künstliche Düngemittel sowie auf Pestizide und andere Ackergifte. Das bedeutet, dass Schadstoffe gar nicht erst ausgebracht werden und deshalb auch nicht ins Grundwasser einsickern können. Die natürlichen Wasservorkommen, in deren Einzugsgebiet ökologisch gewirtschaftet wird, sind somit bestmöglich vor menschgemachten Schadstoffen geschützt.
Ökologische Flächen besitzen eine weitere wesentliche Eigenschaft, die jeden Quadratmeter Ökolandbau zu einem wertvollen Beitrag für den Trinkwasserschutz machen. Da die Böden eine deutlich höhere biologische Vielfalt und damit eine lockere Struktur aufweisen, erreichen sie laut diverser Studien rund die doppelte, laut einer Metastudie des renommierten Thünen-Instituts sogar ein um rund 137 Prozent höhere Regenaufnahme gegenüber konventionell bewirtschafteten Böden.[5]
Das Regenwasser sickert besser in den Boden ein, und der Teil, der nicht von den Pflanzen aufgenommen wird oder verdunstet, kann ungehindert seinen Weg in das Grundwasser antreten. Das hilft nicht nur bei Dürre, sondern auch bei den plötzlich auftretenden Starkregenereignissen, weil der Niederschlag auch dann besser seinen Weg in die Grundwasserspeicher findet statt als Hochwasser über die Felder in die Siedlungsgebiete abzufließen.
Die Bio-Wasseruhr
Unter www.bio-wasseruhr.de macht das Monitoring-Tool transparent, welchen ökologischen und ökonomischen Mehrwert die Bio-Betriebe in Zeiten des sich beschleunigenden Klimawandels schon heute für die Gesellschaft erwirtschaften.
Die vollständige Pressemitteilungen mit weiteren Informationen zu den Hintergründen finden sie hier.